Fahrweid

RONAL Wheel Aesthetics

RONAL gehört zu den führenden Herstellern von Leichtmetallrädern, mit Sitz in Härkingen, rund 7000 Mitarbeitenden und Werken in zwölf Ländern. Unter eigenem Namen und unter der Marke Speedline fahren…

RONAL gehört zu den führenden Herstellern von Leichtmetallrädern, mit Sitz in Härkingen, rund 7000 Mitarbeitenden und Werken in zwölf Ländern. Unter eigenem Namen und unter der Marke Speedline fahren seine Felgen auf der Strasse und im Rennsport.

Lange verkaufte RONAL vor allem an Fahrzeughersteller. Mit dem Schritt in den Endkundenmarkt, den Geyst vom Redesign der Marke bis zur Produktinszenierung begleitet, muss eine Felge plötzlich begehrenswert sein, nicht nur passen. Jedes Jahr zeigt die Gruppe ihre neuen Modelle in der Kampagne «Wheel Aesthetics»: kurze Filme, immer dieselbe Kamera, immer dasselbe Licht, produziert bei einem externen Anbieter, und für jedes Modell beginnt die Arbeit von vorn. 2021 sieht Jan Stalder bei der Geyst AG darin keine Produktion, sondern ein Muster, und schlägt vor, die Filme ins Haus zu holen. Geyst und RONAL lassen sich auf das Experiment ein, und in drei Monaten entsteht in der Unreal Engine 5 eine Pipeline, die aus einer CAD-Datei den fertigen Film macht.

• Eine Pipeline in der Unreal Engine 5 • CAD-Datei hinein, Film heraus • Eine Basisszene pro Marke • Die Kameras «Legacy» und «Geyst» • 4K als Film und als Standbild • Hoch- und Querformat • Material-Konfigurator für die Ingenieure • Rund 20 Minuten pro Film

Jedes Jahr derselbe Film

Die Filme der Vorjahre erzählen die Geschichte von selbst: R58, R62, R66, R67, R68, R70, in Fassungen von 8 und 12 Sekunden und für jeden Kanal einzeln. Die Kamerafahrt bleibt, nur die Felge wechselt, und trotzdem kostet jedes neue Modell Wochen. Für eine Marke, die im Endkundenmarkt schnell sein will, ist das die falsche Geschwindigkeit.

Eine Szene, viele Felgen

Die Pipeline kennt eine Basisszene pro Marke, für RONAL und für Speedline. Die gelieferte CAD-Datei wird aufbereitet und eingesetzt, die Materialien kommen aus einem Katalog, das Licht aus festen Setups. Zwei Kameras stehen bereit: «Legacy» für den Blick, den die Kampagne seit Jahren hat, und «Geyst» für einen neuen Vorschlag, wie Felgen auch aussehen könnten. Die Marke bleibt sich treu und bekommt trotzdem eine Option für morgen.

Zwanzig Minuten statt Wochen

Was bisher Wochen dauert, ist jetzt ein Durchlauf: CAD-Datei laden, Materialien setzen, rendern. Nach rund 20 Minuten liegen Film und Standbilder in 4K vor, im Hoch- und im Querformat, in allen Formaten, die die Kampagne verlangt. Der Film der R68 folgt Bild für Bild der Kamerafahrt aus dem Vorjahr, nur dass ihn diesmal niemand von Hand nachbauen musste.

Der Farbton kommt vom Ingenieur

Ein Farbton, der zwischen Ingenieur, Agentur und Renderer verloren geht, kostet mehr Zeit als jeder Render. Darum entsteht parallel ein Material-Konfigurator: Der Ingenieur der Felge stellt Primär- und Sekundärmaterial ein, Farbe, Klarlack, Rauheit und Metallic, sieht das Ergebnis sofort auf einer Materialkugel und schickt ein Bild, dessen Dateiname Felge und Materialien trägt. Die Produktion übernimmt die Werte, ohne sie zu deuten.

Einmal richtig gebaut

Technisch geht die Rechnung auf: Aus der CAD-Datei wird in zwanzig Minuten der fertige Film, und der Farbton kommt direkt vom Ingenieur. Weitergeführt wird die Pipeline über das Experiment hinaus nicht, die Partnerschaft schon. Thomas Richner, Head Marketing der RONAL GROUP, sagt über die Arbeit von Geyst: «Ihre kreative Unterstützung hat uns ausserdem dabei geholfen, unsere Produktwelt emotionaler zu gestalten, sodass wir auch den B2C-Markt erfolgreich ansprechen konnten.» Geblieben ist eine Überzeugung, die Orbit seither begleitet: Was jedes Jahr gleich produziert wird, baut man einmal richtig.

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