MINDDS Eternals
MINDDS: Dario De Siena kommt vom Graffiti und gehört zu den international gefeierten Künstlern der NFT-Szene. Mit MINDDS 2.0 The Eternals verlassen seine Figuren den Bildrand, 333 Charaktere, von…
- Kunde: desiena GmbH
- Umsetzung: Geyst AG (Jan Stalder)
- Zeitraum: 2021–2022
MINDDS: Dario De Siena kommt vom Graffiti und gehört zu den international gefeierten Künstlern der NFT-Szene. Mit MINDDS 2.0 The Eternals verlassen seine Figuren den Bildrand, 333 Charaktere, von Hand in die dritte Dimension gebracht.
Alle 333 Eternals, je ein Bild aus ihrem eigenen Loop.
Innerhalb weniger Jahre ist der NFT-Markt zu einer eigenen Industrie gewachsen, und mit ihm die Flut von Kollektionen, deren Figuren ein Zufallsgenerator aus Einzelteilen würfelt. Wer hier bestehen will, braucht ein starkes Produkt, eine eigene Geschichte und eine Handschrift, die man wiedererkennt. Dario De Siena hat sie: Er malt seit über zehn Jahren Porträts aus Acryl, Spray, Pastell und Collage, wird mit MINDDS bekannt und an der NFT NYC 2021 ausgezeichnet, und die Geyst AG begleitet ihn auf dem Weg vom Künstler zur Marke. Für die zweite Generation sollen die Figuren dreidimensional werden, beleuchtet und in Bewegung, und trotzdem auf den ersten Blick seine sein. Im September 2021 geht der Auftrag an Geyst, unter der Leitung von Jan Stalder: 333 Einzelstücke bis zum Mint im Mai 2022, jedes als Loop von zehn Sekunden in 2500 mal 2500 Pixeln.
• 333 Einzelstücke von Hand • Sechs Formen, vier Kronen • Eigener Editor in Unreal Engine 5 • MetaHuman, Maya, Substance Painter • Leichtes Motion Capture • 26 Flythroughs, 27 Clips • Lichtraum an der NFT NYC • Mint am 10. Mai 2022
Von Hand, nicht vom Zufall
Die Originale leben von Linie, Farbe und Fläche. Im Raum braucht jedes Merkmal eine Form, ein Material und ein Licht, und genau hier unterscheidet sich die Kollektion von der Konkurrenz: Statt eines Zufallsgenerators entsteht ein eigener Editor in der Unreal Engine 5, in dem Texturen, Licht, Frisuren, Hörner und Augen gemischt und jede Figur einzeln kuratiert werden. Die ersten Versuche im Sommer 2021 führen zu vier Prototypen, die die Sprache der Kollektion festlegen, vom Graustufen-Kopf mit Münzen als Brille bis zur Neonfigur mit leuchtenden Hörnern. Kronen, Lichtringe und Masken, Eis, Lava, Holz und Stein, Feuer und Hitze kommen als eigene Bausteine dazu, und leichtes Motion Capture gibt jedem Kopf eine kleine Bewegung, damit der Loop lebt.
Seltenheit als Versprechen
Sammler kaufen nicht nur ein Bild, sondern seinen Platz in der Kollektion. Jede Figur hat eine von sechs Grundformen, Horn (111), Cap (77), Mouse (55), Fox (44), Mohawk (33) und Icarus (13), und eine von vier Kronenstufen, ohne Krone (127), Basic (100), Advanced (73) und Heavy (33). Jede der 24 Kombinationen ist von Hand besetzt, nicht ausgewürfelt.
Je eine Figur pro Feld: die Grundform in den Spalten, die Kronenstufe in den Zeilen.
Dazu kommt eine Farbklasse: 267 Figuren sind mehrfarbig, 33 monochrom, 11 schwarzweiss und 3 ganz schwarz. Die seltensten sind gesetzt, nicht gezogen: Die neun goldenen stehen auf den Nummern 37, 74, 111 und weiter im Abstand von 37, die zehn Special Editions verteilt bis zur letzten Nummer, der 333. Seltenheit ist hier ein Versprechen, kein Glück.
Gold, Special Edition und Schwarzweiss, je neun Figuren aus der Klasse.
Futter für die Community
Eine Community will jeden Tag Neues sehen. Für die Website und 27 Clips für Social Media fährt die Kamera nah an die Figuren heran, wo sich zeigt, was im Vorschaubild verschwindet: Holzmaserung auf der Haut, Schuppen als Maske, vergoldete Lippen, ein Phönix als Muster auf dem Hals. 26 Flythroughs in 7490 mal 1200 Pixeln führen aus der Distanz bis in den Mund einer Figur, jeder zehn Sekunden lang, jeder am selben Ort endend, jeder Mund im Material seiner Figur.
Ein Raum aus Licht in New York
Der grösste Auftritt findet nicht im Netz statt. Für die NFT NYC 2022 entsteht ein ganzer Lichtraum: vier Projektionsflächen, die Längswände je 3650 Pixel breit, bespielt mit einer dreiminütigen Choreografie aus Einzelfiguren, Nahaufnahmen, Gruppen und einer vollen Wand aus Figuren. Die Hero-Panoramen der Kollektion sind die Längswände dieses Raums, und auch für die erste MINDDS-Kollektion wird ein solcher Raum gemappt.
Die beiden Längswände im selben Moment, Sekunde 75 der Choreografie.
Selbst für den Reveal entsteht eine eigene Idee: Jede Figur bekommt ein Ei in ihrem Material und mit ihrer Grundform, Hörner, Ohren oder Cap inklusive, 335 Eier und ein kurzer Film mit dem Zeichen von MINDDS 2.0. Die Kollektion erscheint am Ende ohne Ei, die Eier bleiben als Studie.
Der Markt kippt, die Arbeit bleibt
Der Mint startet am 10. Mai 2022 um 18:09 UTC, mitten in einen Markt, der nach dem Kriegsbeginn in der Ukraine kippt. Die Kollektion verkauft sich nicht mehr voll, das Projekt steht seither still, und die Figuren sind auf OpenSea zu finden. Für Jan Stalder bleibt MINDDS Eternals die grösste kreative Produktion vor Orbit: ein Team geführt, eine Pipeline gebaut, 333 Figuren fertiggestellt. Was dabei über 3D, Echtzeit und Produktionssysteme gelernt wurde, steckt heute in jeder Szene von Orbit.
