Kabelschweiz
Kabelschweiz liefert Kabel und Netzwerktechnik ab Schweizer Lager, an Elektroinstallateure, Systemhäuser und IT-Abteilungen. Hinter jedem Meter Kabel stehen dieselben drei Fragen: welches, wie viel…
- Kunde: Media Connect Distribution GmbH
- Umsetzung: Orbit (Jan, Marcel, Sebastian)
- Zeitraum: 2026
Kabelschweiz liefert Kabel und Netzwerktechnik ab Schweizer Lager, an Elektroinstallateure, Systemhäuser und IT-Abteilungen. Hinter jedem Meter Kabel stehen dieselben drei Fragen: welches, wie viel, bis wann?
Den Schweizer Markt für Netzwerktechnik teilen sich grosse Elektro-Grosshändler und Onlinehändler wie Galaxus und Brack. Kabelschweiz, die Marke der Media Connect Distribution GmbH, behauptet sich dazwischen als Spezialist und verkauft längst nicht mehr nur über den eigenen Shop: Bestellungen kommen über Marktplätze, Geschäftskunden bestellen direkt aus ihrer Beschaffungssoftware, und hinter jeder Bestellung stehen Verkauf, Auftragsbearbeitung, Einkauf und Buchhaltung. 2026 entwirft Orbit dafür eine B2B-Plattform, die zugleich Shop, Schnittstelle und Arbeitsplatz ist. Die Vorgabe: ein Bestand, ein Preis, eine Wahrheit, egal woher die Bestellung kommt. Und weil Kabel erklärungsbedürftig sind, soll die Plattform nicht nur verkaufen, sondern beraten wie ein Fachhändler.
• Shop und B2B in einem • Schnellbestellung und Punchout • Bedarfskalkulator und Custom-Kabel • Kabellexikon mit Redaktion • NetzwerkBOX und Musterbox • Kundenportal mit Freigaben und Limits • Sales, Auftrag, Einkauf, Finanzen • Anbindung an ERP und Marktplätze
Beschaffung, nicht Einkauf
Im Geschäft mit Firmen entscheidet selten eine Person allein, und die Bestellung beginnt im System des Kunden. Über einen Punchout-Einstieg öffnet eine fremde Beschaffungssoftware den Katalog und bekommt den Warenkorb zurück. Die Schnellbestellung nimmt eine Liste aus Artikelnummer und Menge oder eine Excel-Datei, prüft jede Zeile gegen Preis und Lager und legt alles in einem Schritt in den Warenkorb.
Ein Firmenkonto hat mehrere Benutzer, jeder mit eigenem Bestelllimit. Was darüber liegt, landet bei der Freigabe, mit Begründung, Betrag und einem Knopf. Am Morgen begrüsst das Dashboard mit offenen Freigaben, Budgets und dem persönlichen Ansprechpartner, und jede Bestellung, Offerte und Rechnung liegt als PDF bereit.
Wer tiefer integriert, verbindet sein ERP direkt: SAP, Microsoft Dynamics, Abacus, Bexio, Sage oder SelectLine, mit Bestellungen hinein, Lieferscheinen und Rechnungen zurück. Eine Bestellung, die nie jemand abtippen muss, ist die schnellste.
Ein Rechner, der Meter in Boxen übersetzt
Das ungewöhnlichste Stück ist der Bedarfskalkulator. Er fragt nicht nach Metern, sondern nach dem Gebäude: Etagen, Geschosshöhe, Grundfläche, Räume und Dosen pro Wand. Den Hausanschluss zieht man frei an seinen Platz, und das ändert die Meter: In der Mitte werden die Wege kürzer, in einer Ecke länger. Heraus kommt eine Stückliste mit Verlegekabel in 305-Meter-Boxen, Modulen, Patchpanels und Patchkabeln zu Katalogpreisen, als Warenkorb oder als Offerte mit einem Code, der alles wiederherstellt.
Daneben entsteht das Custom-Kabel nach Typ, Länge, Steckern, Mantel und Beschriftung als 3D-Modell, mit laufendem Preis, vom Einzelstück bis zum Grossauftrag.
Beraten wie ein Fachhändler
Weil Kabel erklärungsbedürftig sind, gehört ein Kabellexikon fest zur Plattform. Es erklärt Kategorien und Normen von Cat 5e bis Cat 8.1, Glasfaser, PoE, Schirmungen und Mäntel, jeweils mit eigener Zeichnung. Jeder Eintrag zeigt die passenden Produkte, und jedes Produkt verweist zurück auf seine Einträge. Gepflegt wird es im eigenen Editor, mit Entwurf, Freigabe, verknüpften Artikeln und den Feldern, die Suchmaschinen lesen.
Pakete statt Einzelteile
Zwei Angebote sind Pakete statt Kabel. Die NetzwerkBOX ist ein Heimnetz aus einer Box: sechs Anschlüsse, für jeden Länge und Farbe eines schlanken Kabels, dazu fertige Zusammenstellungen von der Studio-Wohnung bis zum Home-Office. Die Musterbox richtet sich an Fachleute, von der kostenlosen Mappe mit acht Kabelquerschnitten bis zum kleinen Rack für den Showroom, mit echten Steckern statt Schnipseln.
Sechs Sichten auf einen Bestand
Hinter dem Shop liegt das Portal, und es bereitet dieselben Daten für sechs Rollen auf. Der Verkauf sieht jede Firma in einer 360-Grad-Ansicht mit Umsatz, offenen Offerten, letztem Kontakt und einem Gesundheitswert, dazu eine Pipeline vom Lead bis zum Abschluss, die man wie Karten verschiebt.
Die Auftragsbearbeitung führt jede Offerte durch die Kette bis zur Rechnung: Offerte, Auftragsbestätigung, Lieferschein, Rechnung, mit der Marge live am Rand, bevor ein Beleg das Haus verlässt.
Der Einkauf bekommt Vorschläge statt Bauchgefühl: Eine Prognose liest Saison und Nachfrage je Kategorie und schlägt vor, welche Box wann nachbestellt werden sollte, bevor das Lager leer läuft. Daneben steht der Bestand mit Reichweite in Tagen, Kategorie für Kategorie.
Und die Geschäftsleitung sieht das Ganze: Umsatz gegen Plan, Liquidität, Debitoren und ein KPI-Cockpit, das sich mit dem Kabel-Grosshandel vergleicht. Die eigentliche Kunst liegt in der Gleichzeitigkeit: Bestellungen aus dem Shop, von den Marktplätzen und aus fremden ERP landen im selben Bestand, mit denselben Preisen und derselben Verfügbarkeit.
Die nächste Plattform, schon gezeichnet
Kabelschweiz hat sich noch nicht für die neue Plattform entschieden: Der bestehende Shop und die Marktplätze tragen das Geschäft, und eine B2B-Plattform tauscht man nicht aus, solange das Bestehende seinen Dienst tut. Gezeichnet ist sie trotzdem vollständig, Shop und Portal in sechs Sichten, und ein Prototyp läuft; der erste Schritt wäre der Anschluss an den bestehenden Katalog. Für einen Spezialisten, der mit den Grossen konkurriert, ist das der Unterschied zwischen einem Shop und einem Werkzeug, mit dem seine Kundschaft arbeitet.
