Fahrweid

Pulse

Pulse macht aus einem Porträt eine Figur, die auf einer Website lebt: Sie atmet, schaut, reagiert und tut etwas, wenn man sie anspricht.

Pulse macht aus einem Porträt eine Figur, die auf einer Website lebt: Sie atmet, schaut, reagiert und tut etwas, wenn man sie anspricht.

Auf den meisten Websites wartet heute eine Sprechblase unten rechts. Anbieter wie Synthesia oder HeyGen zeigen, wie weit gerenderte Menschen inzwischen sind, doch meist als fertiges Video. Pulse geht einen anderen Weg: Eine Marke lädt ein Porträt hoch und bekommt eine Figur, die auf ihrer eigenen Website lebt, mit nichts als einem Script. Im Juni 2026 legt Orbit Pulse als vollständigen Produktentwurf an, von der Startseite über das Studio und den Szenen-Editor bis zur Preisseite, und macht daraus eine Oberfläche, die man bedienen kann. Das Schwierige liegt im Gegenstand: Eine Figur in Bewegung ist Video, und jede Szene muss genau dort enden, wo die nächste beginnen kann. Sonst springt sie, und aus einem Wesen wird wieder ein Clip.

• Ein Porträt, eine ganze Bibliothek • Fünf Kategorien von Szenen • Eine Zustandsmaschine als Sternbild • Studio, Editor und Schauraum • Freigabe vor der Veröffentlichung • Ein Backend für die Pipeline • Ein Script, ein Element • Preise von null bis Scale

Ein Porträt, viele Szenen

Jede Figur beginnt als Porträt, und aus ihm entsteht eine Bibliothek in fünf Kategorien: Ruhe, Aktion, Effekt, Übergang und zweiteilige Szenen mit Eintritt, Halten und Austritt. Die Beispielszenen zeigen Atlas, die erste von acht Figuren, in Ruhe, mit einem holografischen Bildschirm und unter einem Energieschild, je acht Sekunden lang. Jede beginnt und endet im Porträt, damit die nächste nahtlos anschliesst und die Figur nie aus der Rolle fällt.

Kein Sprung, kein Clip

Welche Szene als nächste läuft, entscheidet eine Zustandsmaschine. Im Schauraum erscheint sie als Sternbild aus den fünf Kategorien: Ein Klick fliegt zum gewählten Zustand, und ein Übergang lässt sich mit einem Regler durchfahren, von der Ruhe über einen Impuls bis zum Eintritt in den kybernetischen Modus. Ein 3D-Betrachter blendet zwei Videos ineinander und hält das Porträt als Rückfall bereit, falls einmal ein Clip fehlt. Die Figur bleibt immer eine Figur.

Ein Studio für lebende Figuren

Hinter jeder Figur steht ein Betrieb, und der Entwurf zeigt ihn vollständig: ein Board mit allen Figuren, ein Editor für ihre Szenen, eine Freigabe vor der Veröffentlichung und ein Backend der Pipeline mit Warteschlange, Grafikkarten, Renderings, Kundschaft und Kontingenten. Die Preisseite reicht von einem freien Einstieg bis zum Plan Scale, umschaltbar zwischen Monat und Jahr. Ein automatischer Prüflauf bedient jede Ansicht wie ein Mensch und verlangt jedes Mal eine sichtbare Folge; was nichts tut, fällt durch.

Ein Script, ein Element

Auf einer fremden Website braucht Pulse genau zwei Dinge: ein Script und ein Element. Das Script ist wenige Kilobyte klein, das Element «pulse-avatar» zeigt auf die Bibliothek der Figur, und geladen wird immer nur die nächste Szene. Kein Umbau der Seite, kein schweres Video vorab: Wer sie öffnet, sieht zuerst das Porträt, und Sekunden später wacht es auf.

Atlas wartet

Pulse ist als Produkt entworfen und als Oberfläche bedienbar, mit einer Datenbank hinter jeder Zahl, auch wenn diese Zahlen noch aus dem Entwurf stammen und nicht aus einem Betrieb. Was fehlt, ist der Kern: die Pipeline, die aus einem hochgeladenen Porträt Szenen erzeugt. Ob und wann sie gebaut wird, ist offen. Bis dahin wartet Atlas im Porträt, mit einem Bildschirm in der Hand und einem Schild, das noch niemand gebraucht hat.

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